Individualsoftware entwickeln lassen — wann sich das lohnt
Eine Individualsoftware entwickeln zu lassen lohnt sich nicht immer. Wenn ein Standardprodukt euren Ablauf abdeckt, ist es günstiger und sofort verfügbar — das sagen wir auch, wenn es so ist. Sinnvoll wird die Eigenentwicklung dort, wo der Prozess sich nicht in ein Standardprodukt pressen lässt, ohne dass Leute anfangen, Daten doppelt zu pflegen oder Zettel zu führen. Der Unterschied zeigt sich meist an einer Stelle: Wenn für jede Abweichung eine Ausnahme nötig ist, arbeitet das Team gegen die Software statt mit ihr.
ERP für Handwerker und Mittelstand
Ein ERP-System für Handwerksbetriebe bildet die Kette vom Auftrag bis zur bezahlten Rechnung ab: Angebot, Auftragsbestätigung, Materialdisposition, Zeiterfassung auf der Baustelle, Abschlagsrechnung, Schlussrechnung, Mahnwesen. Wir bauen solche Systeme dort, wo die Standardlösung nicht passt — etwa weil Lager, Außendienst und Buchhaltung in einer eigenen Logik zusammenspielen. Für kleinere Handwerksbetriebe ist oft unsere fertige Handwerkersoftware der bessere Weg; wir sagen ehrlich, welcher der beiden Wege zu eurer Größe passt.
Lexware und Lexoffice anbinden
Viele Betriebe führen ihre Buchhaltung in Lexware Office und tippen Rechnungen trotzdem ein zweites Mal ein. Eine Schnittstelle schneidet diesen Doppelweg ab: Die Rechnung entsteht im Fachsystem und landet automatisch in der Buchhaltung oder als DATEV-Paket beim Steuerberater. Wir programmieren solche Anbindungen als eigenständiges Projekt — auch für Systeme, die wir nicht selbst gebaut haben.
Kundenportale: Standard oder Eigenentwicklung
Ein Kundenportal steht oft am Anfang der Frage Standard gegen Eigenentwicklung. Solange es um Login, Dokumentenablage und Statusanzeige geht, tut es meist ein Standardprodukt. Sobald das Portal eigene Buchungslogik, Preisstaffeln oder eine Anbindung an das Warenwirtschaftssystem braucht, wird die Eigenentwicklung wirtschaftlich — weil jede Anpassung am Standard sonst dauerhaft Geld kostet und bei jedem Update erneut geprüft werden muss.
Altsystem ablösen ohne Stillstand
Eine System-Migration scheitert selten an der neuen Software, sondern an den Altdaten und am laufenden Betrieb. Wir lösen Altsysteme schrittweise ab: Zuerst läuft der neue Teil parallel, dann werden die Daten übernommen, erst danach wird das Alte abgeschaltet. So bleibt jederzeit ein Weg zurück, falls etwas nicht stimmt.