Ein System, das euer Kerngeschäft abbildet, statt es in vorgegebene Masken zu pressen. Von der Auftragsannahme über die Arbeit beim Kunden bis zur Rechnung – ohne dass unterwegs jemand etwas abtippt.

Standard-ERP-Systeme sind mächtig und decken sehr viel ab. Ihr Problem ist selten, dass sie zu wenig können – sondern dass sie einen Ablauf mitbringen, der zu eurem nicht passt. Dann beginnt das, was wir in Betrieben immer wieder sehen: Nebenlisten, in denen das Eigentliche steht.
Eine Individuallösung lohnt sich, wenn eure Abwicklung ein Merkmal hat, das ihr nicht aufgeben wollt. Ein besonderer Ablauf bei Teillieferungen, eine eigene Kalkulation, eine Art zu arbeiten, die eure Kunden schätzen. Sobald das Standardprodukt verlangt, dass ihr diesen Punkt aufgebt, wird der Preisvergleich hinfällig.
Umgekehrt gilt: Wenn eure Abwicklung dem Lehrbuch folgt, nehmt das fertige System. Das ist günstiger, schneller und wird von jemand anderem gepflegt.
Der durchgängige Weg ist der eigentliche Gewinn: Aus der Anfrage wird ein Angebot, daraus ein Auftrag, daraus ein Lieferschein und eine Rechnung – jeweils mit den Daten, die schon da sind. Jede Stelle, an der jemand etwas neu eingibt, ist eine Stelle, an der Fehler entstehen.
Wer beim Kunden steht, braucht den Auftrag, die Historie und ein Formular, das sich mit Handschuhen bedienen lässt. Wichtig ist die Offline-Fähigkeit: Im Keller, in der Halle oder auf dem Land gibt es kein Netz, und die Arbeit muss trotzdem weitergehen. Der Abgleich passiert automatisch, sobald wieder Verbindung besteht.
Die Stammdaten sind das Fundament. Entscheidend ist weniger, wie viele Felder es gibt, sondern ob sie zu eurer Wirklichkeit passen – Varianten, Gebinde, kundenspezifische Preise, Mindestbestände. Genau hier scheitern Standardprodukte oft an Kleinigkeiten mit großer Wirkung.
Ein ERP steht nie allein. Wir binden an, was ihr nutzt – Shopsystem, Buchhaltung, Versanddienstleister. Jede Schnittstelle ist ein eigenes kleines Vorhaben mit fremder Dokumentation und fremden Fehlerfällen; das planen wir getrennt ein, statt es unter „macht man mit" zu verbuchen.
Nicht fünfzig Berichte, sondern die drei Zahlen, nach denen morgens jemand schaut. Am besten automatisch im Posteingang, damit niemand dafür ein Programm öffnen muss.
Der Maßstab für den Erfolg ist einfach: Wenn nach der Einführung noch immer ein Zettel oder eine Nebenliste im Umlauf ist, haben wir etwas übersehen. Deshalb sehen wir uns vor dem Bau an, was die Leute tatsächlich tun – nicht, was im Handbuch steht.
Ein ERP-System für einen Handwerksbetrieb muss anderes können als eines für einen Händler: Aufmaß und Nachtragsmanagement, Abschlagsrechnungen über Monate, Stunden von Monteuren, die gleichzeitig auf mehreren Baustellen sind, Material aus dem Fahrzeuglager. Standardsysteme bilden das oft nur über Zusatzmodule ab, die zusammen mehr kosten als der Kern.
Für kleinere Handwerksbetriebe ist unsere fertige Handwerkersoftware meist der schnellere Weg — Angebote, Rechnungen, Projekte, Zeiterfassung und Lager sind dort bereits enthalten. Ein eigenes ERP lohnt sich ab der Größe, in der mehrere Standorte, ein eigenes Lager oder eine besondere Abrechnungslogik dazukommen. Welcher der beiden Wege zu eurem Betrieb passt, sagen wir im Erstgespräch — auch wenn die Antwort lautet, dass ihr kein Individualprojekt braucht.
Häufig ist genau das die bessere Lösung. Wenn das System fachlich passt und nur an einer Stelle klemmt, bauen wir das fehlende Stück und binden es an. Ein kompletter Neubau lohnt sich erst, wenn der Kern nicht mehr passt.
Ja, das ist Voraussetzung. Die App arbeitet lokal auf dem Gerät weiter und gleicht ab, sobald wieder Verbindung besteht. Das ist einer der größeren Posten in der Entwicklung – und meist unverzichtbar.
Wir stellen bereichsweise um, nicht an einem Stichtag. Das alte System bleibt in Betrieb, während Teil für Teil übernommen wird. Insgesamt dauert das länger, dafür gibt es keinen Tag, an dem alles auf dem Spiel steht.
Wir binden an, was euer Steuerberater nutzt, statt eine eigene Buchhaltung zu bauen. Für die steuerlichen Anforderungen ist das der sicherere Weg.
Als Individualentwicklung liegt eine mittlere ERP-Anwendung zwischen 20.000 und 60.000 € bei zwei bis vier Monaten Laufzeit; umfassende Kernsysteme kalkulieren wir individuell. Wer mit deutlich weniger auskommt, ist mit unserer fertigen Handwerkersoftware ab 19,99 € netto im Monat besser bedient — das sagen wir auch, wenn es so ist.
Als Faustregel: Solange Angebote, Rechnungen, Projekte und Zeiterfassung ausreichen, genügt eine Standardlösung. Sobald mehrere Standorte, ein eigenes Lager mit Seriennummern oder eine Abrechnungslogik dazukommen, die kein Produkt am Markt abbildet, wird die Eigenentwicklung wirtschaftlich. Betriebe ab etwa 20 bis 30 Mitarbeitern erreichen diesen Punkt am ehesten.
Ja. Die Übergabe von Rechnungen an Lexware Office oder als DATEV-Paket an den Steuerberater gehört zu den Anbindungen, die wir regelmäßig umsetzen — auch für Systeme, die nicht von uns stammen.
Bevor du in ein Projekt investierst, schauen wir gemeinsam auf deine Abläufe – kostenlos und unverbindlich. Am Ende hast du eine klare Einschätzung, ob eine Individuallösung überhaupt der richtige Weg ist.